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Renaissance der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren

In den Jahren 2002 bis 2004 geriet die Hormonersatztherapie durch große amerikanische und englische Studien in Misskredit. Angebliche Erhöhungen der Brustkrebs-, Schlaganfall- und Herzinfarktrate verunsicherten Patientinnen und Ärzte und führten zu sofortigem Abbruch von Therapien. Die Patientinnen zahlten oft einen hohen Preis, da ihre Lebensqualität deutlich sank. Pflanzliche Medikamente, Homöopathie, Akupunktur und alternative schulmedizinische Medikamente brachten leider nicht den gewünschten Erfolg.

In den Folgejahren der großen Studien erfolgten genauere und differenziertere Auswertungen der vorliegenden Zahlen. Inzwischen hat sich herauskristallisiert, dass die damals schockierenden Ergebnisse aufgrund vieler Fehlinterpretationen zustande kamen.

Allein die immer wieder zitierte Zunahme des Brustkrebsrisikos lag gegenüber Frauen ohne Hormongabe im Promille-Bereich ! Unter Hormongabe erkrankten 6 von 10.000 Frauen mehr. Das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, war nicht erhöht.

Im Gegensatz dazu ist heute klar erwiesen, dass Rauchen und Alkohol das Brustkrebsrisiko deutlich erhöhen. Bei Übergewicht und Adipositas steigt das Risiko um das 4 - 7-fache an - deutlich stärker als durch jede Hormonersatztherapie.

Insgesamt kann eine Hormontherapie starke klimakterische Symptome wie Hitzewellen, Schlafstörungen, Herzrasen, depressive Verstimmungen, Scheidentrockenheit lindern oder beseitigen. Rechtzeitig bei Gefäß gesunden Frauen eingesetzt, kann Arteriosklerose, Herzinfarkten und Schlaganfällen vorgebeugt werden. Erwiesen ist auch, dass das Osteoporose-, Dickdarmkrebsrisiko und möglicherweise auch das Alzheimerrisiko gesenkt wird..


Heute ist klar, dass eine Hormontherapie, wenn sie mit dem Beginn der Wechseljahre einsetzt, für die Patientinnen einen deutlich höheren Nutzen als Schaden bringt.

 

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